Eines der meisten Fragen, die uns gestellt werden, ist, ob wir weiterhin die Möglichkeit haben, unsere Spendengelder nach Russland überweisen zu können. Auch in diesem Blog ist dieses Thema immer wieder mal aufgekommen. Jedes Mal wenn neue Sanktionen auf den Weg gebracht werden und es heißt, dass es auch das Bankenwesen betrifft, zucken wir kurz zusammen und sind jedes Mal erleichtert, wenn es unsere Wege nicht betrifft. So auch dieses Mal. Ein anderer Faktor ist auch nicht zu unterschätzen: Die Kursschwankungen. Weil wir unsere Überweisungen immer in Euro vornehmen, ist für unsere Partner in Russland ein schwacher Rubel beim Geld einlösen von Vorteil. Schwankte der Rubelkurs in den letzten Monaten zum Euro bis April 2026 meist zwischen 1:90 bis 1:100, so fiel er danach und liegt zur Zeit bei rund 1:85. Daran ist zu sehen, wie gut es ist, den „richtigen“ Moment für einen Geldtransfer abzupassen. Zu Anfang eines jeden Jahres überlegen wir gemeinsam mit unseren Partnern, mit welchem Mittelkurs wir für die nächsten 12 Monaten rechnen können und daraufhin wird das Jahresbudget und die Projektberechnung aufgebaut. Manchmal haben wir zu optimistisch kalkuliert, dann muss der Gürtel etwas enger geschnallt werden, manchmal waren wir zu pessimistisch und können mit dem eingesparten Geld ein kleines Polster als Übertrag mit ins nächste Jahr nehmen.
