Bereits seit Donnerstag letzter Woche bin ich im Büro zurück. Die drei Wochen Urlaub haben gut getan. Auch Bischof Pickel hat den Juli zu einem ausgiebigen Urlaub genutzt. Ich denke, er hatte es deutlich nötiger als ich, zumal er in den letzten Jahren mit Urlaub sehr zurückhaltend war und sich schon lange Zeit keine große Erholungszeit am Stück genommen hatte. Die politische Lage hat sich dagegen keine Sommerpause gegönnt. Täglich konnten wir in den Medien davon lesen. In der Caritas in Russland war die Sommerzeit eher ruhig, mit einer Ausnahme, die mich während der Urlaubszeit sehr beschäftigt hat. Außerordentlich erleichtert sind wir gerade über den Geldtransfer für unsere Projekte in Russland. Wir sind verwundert, aber zur Zeit gehen die Spendenmittel beim ersten Anlauf durch. Bei den Freiwilligendiensten gibt es weiterhin keine Möglichkeit im FDA-Projekt des Bistums auch nur annähernd an eine Wiederaufnahme für Freiwillige nach Russland zu denken. Dafür müsste zunächst einmal der Krieg beendet sein und ein neuer Rahmen für einen solchen Schritt realisiert werden. Dafür haben die beiden Reverse-Freiwilligen aus Russland ihre Visaanträge bei der Deutschen Botschaft Moskau abgegeben und hoffen auf ihr Visum innerhalb der nächsten Wochen. Heute kommen die ersten drei von insgesamt neun Reversefreiwilligen in Osnabrück an, Anktha und Elsa aus Indien und Micaela aus Peru. Auf die Visa aus dem Benin, aus Ghana und wie gesagt aus Russland warten wir noch. Übernächste Woche wird sich dann unsere Freiwillige Milena aus Melle auf dem Weg zu ihrem FDA-Einsatz in Konaev, Kasachstan, machen.
