Vol­les Pro­gramm

Don­ners­tag Abend hat mich unser Frei­wil­li­ger in Wol­go­grad, Jan-Phi­lip, vom Flug­ha­fen abge­holt und wir haben die ers­ten Stun­den schon für inten­si­ve Gesprä­che genutzt. Des­halb war die Schla­fens­zeit kurz und der Frei­tag dage­gen lang. Mit der Cari­tas­di­rek­to­rin Inna und ihrer Mit­ar­bei­te­rin in der Obdach­lo­sen­ar­beit, Gali­na, sind wir am Vor­mit­tag nach Sarep­ta gefah­ren. Die ehe­ma­li­ge russ­land­deut­sche Kolo­nie ist heu­te wie ein Musee­ums­vier­tel auf­ge­baut und hat uns eine Men­ge über die Geschich­te der Russ­land­deut­schen wis­sen las­sen. Am Nach­mit­tag ging es dann nach Wol­ski, zum Kin­der­zen­trum. Dort in einem Hotel im sowje­ti­schen Stil leben Flücht­lings­fa­mi­li­en aus dem Don­bass und die Cari­tas hat dort ihr Kin­der­zen­trum ein­ge­rich­tet. Teil­wei­se leben die Fami­li­en schon Jah­re in den ein­zel­nen Zim­mern des Hotels, beengt und mit unge­wis­ser Per­spek­ti­ve. Zurück in der Cari­tas sind wir von Inna zu einem Kon­zert mit rus­si­scher Volks­mu­sik ein­ge­la­den wor­den. Es war ein wun­der­ba­rer Abend mit viel rus­si­scher See­le in der Musik. Der Nacht­zug hat Jan-Phi­lip und mich nach Sara­tow gebracht. Und wie­der ist der Tag nur so ver­flo­gen. Pater Rein­hard hat uns vom Bahn­hof abge­holt und nach Marx gebracht. Direkt nach dem Früh­stück haben wir mit Tat­ja­na von der Cari­tas eine Fami­lie besucht, die vom Haus­kran­ken­pfle­ge­pro­jekt betreut wird, Zum Mit­tag­essen sind wir zu Tan­te Bea­te nach Paw­low­ka gefah­ren. Die 88 Jäh­ri­ge Russ­land­deut­sche erwar­te­te uns schon . Anschlie­ßend haben wir noch eine Stipp­vi­si­te in Ras­kato­wo, dem ehe­ma­li­gen deut­schen Dorf Role­der und sei­ner Kir­chen­rui­ne und dem Fried­hof mit den deut­schen Grab­mä­lern gemacht. Kaum in Marx begann der Got­tes­dienst mit 3 der 4 Katho­li­schen Bischö­fe Russ­lands. dem Erz­bi­schof aus Minsk/ Weiß­russ­land und dem Nun­ti­us. Unmit­tel­bar danach wur­de die Orgel ein­ge­weiht und es gab ein ers­tes Orgel­kon­zert. Nach einen gemüt­li­chen Abend, zunächst mit der Gemein­de und vie­len Bekann­ten aus Nah und fern und dann mit eini­gen Pries­tern im Pfarr­haus geht es ins Bett. Mor­gen ist auch noch ein Tag vol­ler Plä­ne. Der ers­te Pro­gramm­punkt wird um 10 Uhr die Hei­li­ge Mes­se anläss­lich des 25. Kirch­weih­fes­tes sein.