Nach­spiel­zeit

Nach­spiel­zeit ken­nen wir vom Fuß­ball. Schluss ist erst, wenn der Schi­ri pfeift; und das kann manch­mal eini­ge Minu­ten län­ger als die nor­ma­len 90 Minu­ten dau­ern. Vor mehr als einer Woche habe ich berich­tet, dass die Anmel­de­frist für unse­re Russ­land­fahr­ten eigent­lich schon abge­lau­fen waren. Doch weil mir auf­fiel, dass eine der auf den letz­ten Drü­cker ange­mel­de­te Teil­neh­me­rin einen nicht mehr lan­ge genug gül­ti­gen Pass rüber­ge­mailt hat­te, muss­te sie einen neu­en in ihrem Erst­wohn­sitz Ham­burg bean­tra­gen. Als Tipp gab ich ihr mit, sie sol­le sich einen  Express­pass besor­gen, den gäbe es direkt mit, Mei­ne ain­fo stimm­te aber nur zur Hälf­te. Es gibt zwar einen Pass direkt mit, die­ser heißt aber vor­läu­fi­ger Pass und hat eine Gül­tig­keit von einem Jahr. Ein Express­pass hat eine fünf­jäh­ri­ge Gül­tig­keit und den gibt es inner­halb von drei bis vier Werk­ta­gen. In Ham­burg haben sie Lucia dann kei­nen vor­läu­fi­gen, son­dern einen Express­spass ange­bo­ten und gesagt, in ihrem Fall eines noch ein paar Mona­te gül­ti­gen Pas­ses sei ein vor­läu­fi­ger nicht aus­stell­bar. Bis heu­te hat es dann gedau­ert, bis sie ihren Pass end­lich bekom­men hat. Pro­fi­tiert haben zwei Jungs davon, die die Nach­spiel­zeit genutzt haben, die Trup­pe auf 12 Per­so­nen anwach­sen zu las­sen. Einer von ihnen hat­te kei­nen gül­ti­gen Rei­se­pass mehr und über­hol­te Lucia mit sei­nem vor­läu­fi­gen Pass sogar noch. Unse­re Cari­tas­kol­le­gin Natal­ja in Novo­si­birsk muss jetzt zuse­hen, dass die Bear­bei­tung der Ein­la­dung nicht so lan­ge dau­ert und die­se dann wohl zu uns per Express schi­cken, damit wir noch in Ruhe die Visa bean­tra­gen kön­nen. Und außer­dem ist mitt­ler­wei­le auch unse­re Polen­fahrt kom­plett. Nach dem uns der Pries­ter abge­sagt hat, der uns beglei­ten woll­te, hat sich nun noch eine „frisch geba­cke­ne“ Abitu­ri­en­tin gemel­det und den offe­nen letz­ten Platz ergat­tert. In den nächs­ten Wochen beginnt das Ein­sam­meln der für die Russ­land­rei­sen not­wen­di­gen Unter­la­gen für die Visa. Eini­ge Teilnehmer*innen sind dabei recht „tiefen­ent­spannt“. Mal sehen, wie vie­le Erin­ne­rungs­mails nötig sind, um alles zusam­men zu bekom­men.